„WAS BLEIBT...“ Verwaltungsgebäude
der früheren Farbwerke Hoechst Der
Bau (1920 bis 1924) des Architekten Peter Behrens ist eine
"Kathe- drale des Industriezeitalters", wie Kunsthistoriker
Peter Schirmbeck es for- muliert. Der Aufstieg einer kleinen
Farbenfabrik zu einem Weltunternehmen: hier ist er zutiefst
expressionistisch in Stein verfestigt worden. Vor dem Ersten
Weltkrieg hatte sich Behrens noch einer eher klassizistischen
Formensprache verschrieben...
...Das
Gebäude im Stadtteil Höchst markiert eine Neuorientierung. Außen wurde es aus zweifarbigem
Klinker erbaut (roter Backstein und violetter Eisenklinker), in der Mitte des 168 Meter langen Gebäudes
entstanden ein Turm und eine Brücke, die die seitlich verlaufende Straße überspannte.
Das Ensemble wurde zum Wahrzeichen der Firma und wurde im Jahr 2001 für 500.000 Euro saniert.
In der Eingangshalle wachsen vier Stockwerke
die abgestuften Pfeiler empor. Drei achteckige Lichtkuppeln krönen die Halle, die wie eine Mischung
aus Tropfsteinhöhle und Kirchenraum erscheint. Damit steht sie im Kontrast zur einfachen Ausstattung
der angrenzenden Büros. Die sakrale Feierlichkeit des Foyers wird unterstützt von der Farbgebung:
sind die Ziegel der Pfeiler unten noch in tiefblau und grün gehalten, wechseln sie weiter oben
zu violett bis rot und schließlich gelb. Die Teerfarben, denen die Weltfirma HOECHST ihren Aufstieg
verdankt.