„WAS BLEIBT...“ Wasserwerk
in Hanau Das erste städtische Wasserwerk
wurde am 24. September 1890 an der Burgallee in Betrieb genommen, als offizieller Termin
gilt der 1. Oktober. Die Burgallee bildet eine Achse zwischen den Schlössern Wilhelmsbad und
Schloß Philipsruhe. Das Wasserwerk befindet sich entlang dieser Achse in einem Waldstück.
Hintergrund:
vor dem Bau wurde die Stadt zum einen über eine Wasser-
leitung aus Wachenbuchen versorgt (seit 1750), zum anderen
aber auch über öffentliche und private Brunnen sowie
Pumpen, die mit Kinzigwasser gespeist wurden. 1853 kam es
zur Stilllegung der Wachenbuchener Wasserleitung, denn bereits
1845 verstopfte und zerstörte ein katastrophales Hochwasser
die Rohre an verschiedenen Stellen. Die Versuche zur Wiederherstellung
blieben erfolglos. Unter den öffentlichen Brunnen fiel
den Marktbrunnen eine wesentliche Bedeutung zu. Der älteste
dieser vier Brunnen war aus dem Jahr 1604 datiert. Der
Chemiker und Apotheker Wilhelm Carl Heraeus veröffentlichte
1873 eine Abhandlung, aus der hervorging, daß das Trinkwasser
von sehr schlechter Qualität war. Ursachen waren die
Schwankungen des Grund- wassers und die Verunreinigung der
Brunnen durch Hochwasser. Ein Wasserwerk musste her. In der
Dörnigheimer Gemarkung erwarb man 1889 zwei Grundstücke,
hier entstanden drei Brunnen, Wasserwerk und -turm.